Was hat City Slickers mit Branding zu tun?
Das „eine Ding” - darum geht es im Leben, als auch in der Markenstrategie. Erfahren Sie in diesem Post, wie Sie das eine Ding finden können.
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Was hat City Slickers mit Branding zu tun?

Manche Filmdialoge sind auch nach mehr als 25 Jahren immer noch einzigartig. Vielleicht kennen Sie noch die im Jahr 1991 erschienene Western-Komödie City Slickers (YouTube). Unvergesslich ist die Szene, in der Billy Crystal als Mitch Robbins zusammen mit Jack Palance as Curly Washburn in der Prärie reiten. Oscar-prämiert ist dabei Jack Palance’s Beitrag:

Do you know, what the secret of life is? … The secret of life is just one thing ... But you should figure it out what it is. (Jack Palance in „City Slickers”)

Auch im Branding geht es darum, dieses eine spezielle Ding zu finden. Denn dies ist der Resonanzboden, der die Marke mit Leben erfüllt und sie zum Klingen bringt. Das klingt vielleicht etwas pathetisch. Machen Sie die Probe aufs Exempel. Denken Sie an eine ganz konkrete und bekannte Marke. Steigen Ihnen nicht auch automatisch Bilder und damit auch Emotionen in den Kopf?

So schafft es Coca Cola, die wertvollste Marke der Welt, seit mehr als einem Jahrhundert erfolgreich, seinen Käufern das Gefühl zu geben, nicht ein simples, karamellfarbenes Erfrischungsgetränk zu kaufen, sondern Spaß und Lebensfreude. Es positioniert sich damit nicht einfach als Getränkehersteller, sondern als Life-Style-Brand.

Diese „eine Ding” ist dabei eingängig. Menschen denken in Schubladen. Machen Sie sich dies zu nutze.

Wie kommt man auf das eine spezielle Ding?

Das Geheimformel kommt letztlich zustande, indem Sie aus den Grundmanifesten Ihres Unternehmen, wie in „Die 7 Schlüsselelemente einer Markenstrategie” beschrieben, die Essenz ableiten.

Was macht Ihr Unternehmen besonders? Wofür steht? es? Welche Emotionen soll es bei Ihren Kunden auslösen? Wie wollen Sie zukünftig aufgestellt sein? Denken Sie dabei auch übergeordnet auf einer Art Metaebene – ähnlich wie Coca Cola als Life-Style-Brand oder bei Autos in Form von Fortbewegung.

Mit Emotion auslösen, ist übrigens nicht nur Spaß, Lebensfreue und Vergnügen  gemeint. Auch Sicherheit, Kontrolle, Zuverlässigkeit etc. lösen Emotionen aus. Insofern gilt das oben gesagte auch für das B2B-Geschäft oder trockene Themen wie Finanzen, Wohnungsverwaltung etc., auch wenn dies auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich ist.

Lassen Sie dabei Ihre Inspiration mitschwingen oder ihr Bauchgefühl. Das eine spezielle Ding zu finden, ist keine alleinige Kopfangelegenheit.

Typische Hindernisse im Kopf

Vielleicht finden Sie Ihr Unternehmen zu grau oder langweilig. Dann wäre es an der Reihe, zu überlegen, wo Ihr Unternehmen einen vielleicht kleinen, aber bedeutenden Unterschied machen kann. Der Gedanke, etwas ganz Außergewöhnliches entwickeln zu müssen, steht dabei vielen im Wege. Klar ist, dass beileibe nicht jedes Unternehmen ein schillerndes à la Apple sein kann oder muss. Bodenständig ist nicht sexy, wird aber gebraucht.

Was hilft in solchen Überlegungen, ist auch, was Ihre Kunden an Ihrem Unternehmen am meisten schätzen. So kann etwa die Zahnarztpraxis mit gutem Service und geringen Wartezeiten aufwarten. Und das ist schließlich manch Kunden einiges wert. Daraus lässt sich dann das „eine Ding” entwickeln.

Fazit

Das gewisse Etwas –  das „eine Ding” – zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Es bedarf einer intensiven und ehrlichen Innen- als auch Außenschau. Wenn Sie es allerdings gefunden haben, haben Sie mehr in der Hand, als viele Ihrer Wettbewerber. Sie haben damit die Grundlage für das gesamte unternehmerische Streben, als auch für Ihre kommunikativen und Content-bezogenen Strategien geschaffen.

Was sind Ihre Erfahrungen? Was funktioniert, was finden Sie schwierig? Ich freue mich über Ihren Kommentar.

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